Wie werde ich Professionell Make-up Artist

Wie werde ich Professionell Make-up Artist

 

Vor einigen Jahren sagte mein Mann, damals noch mein Freund, zu mir, „Babe, was willst du wirklich machen? Was interessiert dich und woran hast du Spaß?“

Zu der Zeit hatte ich bereits einen Beruf als Tagesmutter. Ich habe dafür natürlich die nötigen Voraussetzungen erworben.

Tagesmutter zu sein war zwar sehr schön, aber es hat mich nicht wirklich erfüllt.

Als junges Mädchen habe ich eine Ausbildung zur Physiotherapeutin gemacht, aber auch das hat mich nicht annähernd so ausgefüllt wie mein heutiger „Beruf“.

Ich fing also an darüber nachzudenken, was ich gut kann und woran ich Spaß habe.
Komischerweise habe ich rückblickend das Gefühl, das er genau wusste was ich wählen würde.

Es lag also, wie durch Zauberhand, eine Broschüre einer privaten Akademie auf unserem Wohnzimmertisch.

Neben ein paar anderen spannenden Berufen stieß ich auf den Ausbildungslehrgang des Professionell Make-up Artist.

 

Ich wusste sofort!!!DAS IST ES!

 

Ich habe schon immer gern meine Freundinnen auf Mädelsabenden zurechtgemacht.

Natürlich war grundsätzlich eine menge Prosecco involviert aber wir waren so gut wie immer mit dem Ergebnis zufrieden.

Auch sonst hat sich nie jemand gescheut mich zu fragen, ob ich nicht mal schnell die Haare eindrehen könnte oder etwas Puder nachlegen kann.

Also habe ich mich mit der Akademie auseinandergesetzt und bekam sogleich den ersten Dämpfer.

Es war eine sehr, sehr teure Ausbildung.

Zwar konnte ich nebenbei arbeiten, jedoch würde es noch immer große Einsparungen bedeuten.

Wie ich es also immer tat, lief ich zu meinem Dad und fragte ihn um Rat.

Natürlich sicherte er mir seine Unterstützung sofort zu, da auch er sofort begeistert von der Idee war.
Das nahm mir natürlich etwas die Last von den Schultern, jedoch für eine Frau Mitte zwanzig mit eigenem Hausstand auch nicht das Gelbe vom Ei.

Also habe ich mich informiert und hatte das Glück, das ich Unterstützung zur Ausbildungsförderung bekam.

Wir sind dennoch vorübergehend in eine kleinere, günstigere Wohnung gezogen, einfach um den Druck zu verringern. (das alles war natürlich so schnell nur möglich, weil wir noch keine Kinder hatten. Ich bin mir aber sicher, das wir das auch heute irgendwie wuppen würden.)

 

Ich trat also in meinem bisherigen Job etwas kürzer und begann meine Ausbildung zum Professionell Make-up Artist.

Siehe da, es war die Absolut richtige Wahl!

Es viel mir sehr leicht und ich hatte einen Heiden Spaß daran.

Es wurden Shootings organisiert und ich bekam noch während meiner Ausbildung Aufträge von denen manche Make-up Artisten nur träumen.

Mein Diplom schloss ich letztendlich mit Auszeichnung ab.

Rückblickend kann ich nur sagen, abgesehen vom Finanziellen, war das echt ne einfache Nummer.

Deswegen bin ich mir sicher, DU KANNST DAS AUCH!

 

foto by onetraining.org

Was kann ich mit der Ausbildung anfangen?

 

Hier sind dir fast keine Grenzen gesetzt.

Wenn du gut bist und dir während deiner Ausbildungszeit ein kleines Portfolio, eine Mappe mit Fotos von deinen Arbeiten, zusammengestellt hast, dann sollte es an nichts scheitern.

Das passiert ganz automatisch, da du ja Prüfungen ablegst und Ergebnisse vorlegen musst.

Ich habe beispielsweise an einer Shootingreise von drei Tagen nach Fehmarn teilgenommen.
Dort war ich glücklicherweise der einzige Make-up Artist und hatte eine ganze Handvoll Fotografen und Models zur Verfügung um mein Können gebührend festzuhalten.

Das hat mein Portfolio natürlich stark aufgebessert.

Ich habe dann einfach meine besten Bilder genommen und mich bei Agenturen, Fotostudios und Fotografen beworben.

Natürlich habe ich mir auch eine mediale Präsenz aufgebaut und habe dazu eine Website, Facebook   und z.b. Instagram genutzt.

Irgendwann bekam ich entsprechende Rückmeldungen und ich fing an zu arbeiten.

Auch beim Fernsehen und auf Modeschauen machte ich nicht halt.

Die Aufträge kamen immer regelmäßiger und ich konnte meinen Job als Tagesmutter endlich an den Nagel hängen.

Weil ich endlich das machte,, woran ich Spaß hatte!!

Auch für die Wochenenden war ich von nun an ebenfalls wunderbar ausgelastet, vor allem von Frühling bis Herbst, da die Hochzeitssaison auf Hochtouren läuft.

Bräute wissen wie wichtig es ist, an ihrem großen Tag jemanden zu haben der einem das Make-up und die Haare abnimmt.

Natürlich kann man als Make-up Artist auch einen YouTube Channel eröffnen. Das war zu der Zeit aber eher nicht so mein Ding.

Heute sieht das schon ganz anders aus.

Wenn du auch noch Flexibilität mitbringst, werden irgendwann die großen Auftrage in Haus flattern, die vielleicht auch nicht nur in Deutschland, sondern auch international stattfinden.

Da wir hier aber von Möglichkeiten für Mamas sprechen lasse ich diese Option einfach mal außer acht.

 

Photo von glossible.com

Was kann ich als Make-up Artist verdienen?

 

Das liegt wie immer an dir.

Als ich noch keine Kinder hatte, ist dem Verdienst natürlich keine Grenze gesetzt. Du kannst quasi Tag und Nacht arbeiten und schreibst Rechnungen die dich aus den Socken hauen.

Als Mama und das sind wir ja aktuell, die gern zu Hause bei ihren Kindern ist, sieht das etwas anders aus.
Jedoch finde ich es immer noch ausreichend um der Familie etwas beizusteuern.

Da ich freiberuflich arbeite kann ich mir aussuchen, welche Auftrage ich annehme und welche nicht.

Das mache ich davon abhängig wie mein Sohn “drauf” ist. Schließlich bin ich in erster Linie Mama und möchte bei meinem Kind sein, wenn er z. B. Krank ist oder grade eine Phase durchmacht.

Zum zweiten hängt es von meinem Mann und meiner Mutter, Theos Oma, ab.

Am Wochenende ist mein Mann manchmal ganz froh ein wenig Zeit mit seinem Sohnemann zu verbringen ohne das ich immer wie eine Glucke um die beiden herumschleiche.

Das heißt für mich das ich 1–2 mal im Monat gerne Hochzeiten als Aufträge annehme.

Je nach deinem Honorar, Zeitaufwand , km pauschale etc. kommen da im Durchschnitt zwischen 180 und 600€ zusammen.

Außerdem hattest du vorab einen Probetermin mit der Braut um Frisur und Make-up zu „testen“. Dieser wird ebenfalls nochmal extra abgerechnet.

Des Weiteren nehme ich gern Aufträge von Studios an, sofern Theos Oma für ihn Zeit hat.

Meist ist er unter der Woche 1–2 mal für ein paar Stunden bei seiner Oma und ich kann so entspannt ins Studio, um zu arbeiten.

Diese Aufträge bringen ebenfalls Honorare zwischen 100 und 400€ ein.

Du siehst also, wenn du ein klein wenig Herzblut in die Sache steckst, etwas Hilfe von Mann, Oma oder auch Babysitter hast, dann ist das gut mit Kindern zu vereinbaren.

 

Warum solltest du dich einfach trauen?

 

Ich liebe meine Arbeit als Make-up Artist und freue mich noch heute darüber das mein Mann mich damals gefragt hat, ob ich nicht doch was anderes machen möchte.

Von meinem damals sicherem Job, habe ich mich in eine Branche gewagt, von der ich quasi keinen Schimmer hatte.

Ich bin finanziell ein großes Risiko eingegangen und wurde letztendlich dafür belohnt.

Mit geringem Zeitaufwand kann meine Familie heute unterstützen.

Ich bin in der Zeit, in der ich arbeite nicht nur Mama und Hausfrau, sondern ein ganz normales Mitglied eines Teams. Das gibt mir persönlich unglaublich viel Kraft.

Wenn ihr weitere Fragen zu dem Thema habt, schreibt mich einfach an und ich gebe euch sehr gern Auskunft!

 

Hasta la Pasta ihr lieben

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